Kommunalwahl: Schulwege #WirFragenNach

Zur Kommunalwahl haben wir alle zur Wahl antretenden Parteien angeschrieben. Auch zu schülerfreundlichen Schulwegen:

Wie stellen Sie sich
schüler:innenfreundliche Schulwege vor?

Gigg:

Einführung von Tempo 30 auf Gießens Straßen

Der Ausbau der Radwege und des ÖPNV ist der Kern unserer Ideen für eine Verkehrswende in Gießen. Ein klimaneutrales Gießen wird es nur geben, wenn die Zahl der PKWs in unserer Stadt drastisch reduziert und gleichzeitig die Zahl der mit dem Umweltverbund, d. h. zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückgelegten Wege um ein Vielfaches steigt. Um dies zu erreichen, muss die Stadt die erforderlichen Maßnahmen zum Ausbau des Radwegenetzes mit einem Fokus auf Schulweg-Routen und zur Verbesserung des ÖPNV-Angebots (v. a. durch eine bessere Vertaktung des ÖPNV mit dem Umland) umsetzen. Darüber hinaus sollen die Pläne für die Einführung einer RegioTram zwingend weiterverfolgt werden, die es auch Schüler:innen aus dem Umland ermöglichen wird, sicher und schnell nach Gießen zu kommen (auch wenn die Umsetzung dieses Vorhabens sicher noch viele Jahre dauern wird). Gigg wird sich zudem für eine möglichst umfassende Einführung von Tempo 30 auf Gießens Straßen einsetzen, und dafür, dass der PKW-Verkehr vor allen Schulen, Kitas und Kindergärten verlangsamt wird, um dadurch die Sicherheit für die Schüler:innen entscheidend zu erhöhen. Und wir werden auch Initiativen der Schulen gegen die sog. Elterntaxis unterstützen, um möglichst viele Pkw-Fahrten vor die Schultore zu vermeiden.

Die Grünen:

Die Taktung des Stadtlinienbusverkehrs verdoppeln

Jeder Schultag beginnt mit dem Schulweg. Wir wollen, dass alle Gießener Schüler:innen den Schulweg selbständig und sicher bewältigen können. Wer mit dem Rad, zu Fuß oder mit den Freund:innen in Bus oder Bahn zur Schule kommt, ist wach und bereit zu lernen. Deshalb wollen wir „Elterntaxis“ überflüssig machen und lehnen die Einrichtung von „Hol- und Bringplätzen“ für diese an den Schulen ab.

Damit die Schulbusse weniger überfüllt sind und der Schulweg sich damit entspannt gestaltet, wollen wir die Taktung des Stadtlinienbusverkehrs verdoppeln und sicherstellen, dass die Busse ins Umland mindestens jede halbe Stunde fahren.

Damit man sich als Radfahrer:in auf dem Schulweg sicher fühlen kann, muss sich in Gießen auch noch einiges tun. Wir wollen daher für ein großes, zusammenhängendes Netz aus Fahrradstraßen, sichere Radwege an allen größeren Straßen, Vorfahrtsänderungen zugunsten des Radverkehrs und gute Radwegeverbindungen ins Umland sorgen. Besonders wichtig sind uns gute Radwege in unmittelbarer Nähe der Schulen, wie zum Beispiel in der Ludwigstraße und gute und sichere Abstellmöglichkeiten an den Schulen.

SPD:

Mehr Fahrradwege und besseren ÖPNV

Schüler:innenfreundliche Schulwege sind sichere Schulwege, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV bewältigt werden können. Die SPD setzt sich dafür ein, dass es in Gießen ein besseres Fahrradwegenetz gibt und der ÖPNV weiter ausgebaut wird.

FDP:

Das Fahrradfahren in Gießen sicherer machen

Wir möchten wohnortnahe Grundschulen ebenso wie die Stadtteilschulen erhalten. Wie bereits eingangs erwähnt, soll der ÖPNV genauso wie die Radwege ausgebaut werden. Die Taktung der Busse hat sich insbesondere auch an den Schulzeiten ebenso zu orientieren wie die Größe der Busse an dem tatsächlichen Bedarf. Hinsichtlich des Radwegenetzes ist vor allem darauf zu achten, dass das Fahrradfahren in Gießen sicherer wird, damit Radfahrende nicht durch andere Verkehrsteilnehmer unnötig gefährdet werden. Gleiches gilt auch für die Fußwege.

FW:

Ausbau Radwegenetz ja, aber nicht am Anlagenring

Schulwege sollten so kurz als möglich sein, vor allem für Grundschüler Ausweisung von Schulwegen, mehr Sicherheit durch Geschwindigkeitsbegrenzungen, Ampeln und Überwege an neuralgischen Punkten (ist aber laut Verkehrsbehörde schwierig: so lange nichts passiert, gibt es keine Änderungen!!!), Einsatz von Schülerlotsen.

Ausbau und Optimierung des ÖPNV (z. B. Verlängerung der Linie 10 bis zum Kugelberg, so dass Schülerinnen und Schüler, die von der Linie 1 bzw. den Gemeinden östlich Gießens kommen an der Volkshalle zur Ostschule bzw. zum Philosophikum umsteigen können und nicht erst am Berliner Platz), Ausbau Radwegenetz ja, aber nicht am Anlagenring (Ich habe aber den Eindruck, dass Schüler doch eher den Bus als das Rad nutzen).

Erweiterung ÖPNV, Einsatz mehrerer Schulbusse, weniger Schüler im Bus als Infektionsschutz..

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