Stadtschülerrat Giessen

Termine

Abholung der eigenen Nikolauskarten mit Nikoläusen durch die Empfängerschulen am 04.12.2017 von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr im im SSR-Büros, Georg-Schlosser-Str. 16, 35390 Gießen. Die Menge an Nikoläusen ist nicht zu unterschätzen; SV-Teams kümmern sich daher am besten frühzeitig um jemanden, der diese mit KFZ-Transportoption entgegennehmen kann.


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Veröffentlicht von Gießener Allgemeine am 27.01.2016

Der Gießener Stadtschülerrat lud am 26.01.2015 zahlreiche Schülerinnen und Schüler zum Planspiel Parlament ein. Die Gießener Allgemeine Zeitung berichtet.

Gießen (mad). Der Landtagspräsident bittet um Ruhe und fragt den Fraktionsvorsitzenden am Rednerpult, ob der eine Zwischenfrage genehmigt. Was auf den ersten Blick beinahe aussieht wie eine echte Sitzung des hessischen Landtages, ist ein Planspiel des Gießener Stadtschülerrates. Ähnliche Veranstaltungen haben bereits auf Landesebene stattgefunden, nun können erstmals Schüler im städtischen Rathaus daran teilnehmen.

Ziel ist es, Schülern aus Politik- und Wirtschaftskursen parlamentarische Abläufe näherzubringen.

Nachdem der »echte« Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz die Normalbesetzung des Stadtparlamentes erläutert hat, geht der stellvertretende Stadtschulsprecher Luca Manns auf die Geschäftsordnung und den Ablauf der Politik-Simulation ein. Die drei Fraktionen – Arbeitnehmer, Konservative und Unabhängige – beginnen ihre ersten internen Beratungen. Anschließend können alle Schüler im Sitzungssaal gemeinsam über die in den Fraktionen formulierten Anträge diskutieren.

Sie betreffen ausschließlich für die Schüler relevante Themen: Eine Forderung, die Klassen zu verkleinern und mehr Lehrer für die individuelle Betreuung einzusetzen, wird mit einer deutlichen Mehrheit des Parlamentes angenommen. Doch Richtlinien für eine angemessene Kleidung im Schulalltag? Nein danke, lieber nicht. Auch das Schulsystem soll nach den Vorstellungen der Debattierenden nicht grundlegend verändert werden, abgesehen von mehr Möglichkeiten der Berufsberatung und höheren Investitionen in die schulische Bildung.

Damit eine solche Veranstaltung mit vielen Teilnehmern aus unterschiedlichen Schulen auch funktioniert, bedarf es einiger Vorbereitungen: Vordrucke für offizielle Anträge mussten beim Landtag angefordert und Schulklassen eingeladen werden. Die Namensschilder für die Zuständigkeitsbereiche waren in verschiedenen Farben zu gestalten. Doch wenn diese grundlegenden Voraussetzungen erst einmal vorhanden sind, können weitere Planspiele für interessierte Schulen problemlos organisiert werden. Zumal im Rathaus gerne Räume für den Schülerrat zur Verfügung gestellt werden. Bereits für die Premiere gab es mehr Anmeldungen als zu vergebende Plätze.

Die Schüler sind mit Interesse und Engagement dabei. Schließlich geht es um schulnahe Themen, die sicherlich schon öfter für Diskussionen gesorgt haben. Ob es wirklich gelungen ist, den jungen Menschen einen hautnahen Einblick in die tägliche politische Arbeit zu geben? Darüber entscheiden zunächst die »Journalisten« unter den Teilnehmern. Sie sitzen auf der Besuchertribüne und verfolgen das Geschehen aus Sicht der Öffentlichkeit. Doch diese Aufgabe scheint nicht besonders beliebt zu sein. Alle wollen lieber direkt an der Debatte teilnehmen.

Ob das Planspiel das Interesse der Oberstufenschüler an der (Kommunal-)Politik geweckt hat, wird sich am 27. Februar zeigen. Profi Egon Fritz hat sie zur nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eingeladen und vorsichtshalber gewarnt: » Es ist interessant, aber manchmal ufern die Debatten etwas aus.«