Stadtschülerrat Giessen

Termine

Abholung der eigenen Nikolauskarten mit Nikoläusen durch die Empfängerschulen am 04.12.2017 von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr im im SSR-Büros, Georg-Schlosser-Str. 16, 35390 Gießen. Die Menge an Nikoläusen ist nicht zu unterschätzen; SV-Teams kümmern sich daher am besten frühzeitig um jemanden, der diese mit KFZ-Transportoption entgegennehmen kann.


Mehr zum Thema "Pressemeldungen (Schuljahr 2015-16)"

"Gemordet aus völkisch-rassistischen Motiven" (28.06.2016)

SSR Gießen zur LSV-Forderung: "Keine Hausaufgaben" (23.06.2016)

"Fachkonferenzen müssen noch über Umgang mit 'Mein Kampf' im Unterricht beraten" (12.01.2016)

Kürzungen der Stellen (16.02.2015)

Unterstützung für Bürgerbeteiligungssatzung (13.02.2015)

"Mein Kampf" im Unterricht: Keine Schnellschüsse oder Sonderbehandlung!

Veröffentlicht von Geschäftsführender Vorstand am 07.01.2016

Seit heute ist mit „Mein Kampf“ eines der größten Hetzwerke Hitlers frei verfügbar. Im deutschen Handel macht es das Institut für Zeitgeschichte (IFZ) in einer wissenschaftlich kommentierten Ausgabe auch konkret zugänglich.

Auf Anfrage hat das Hessische Kultusministerium mitgeteilt, es gebe keine Anweisung zum Umgang mit "Mein Kampf" im Unterricht, dies werde individuell in den Schulen entschieden.

Gießens Stadtschülerrat warnt als gesetzliche Interessenvertretung aller Schülerinnen und Schüler in der Universitätsstadt vor Schnellschüssen im Einsatz der Quelle im Unterricht und teilt damit die Position der Hessischen Landesschülervertretung. So sei selbstredend nur ein Umgang mit der kommentierten Fassung des Münchener IFZ auszudenken und angesichts des katastrophalen Schreibstils wie auch der grausamen Inhalte von "Mein Kampf" jenes ausschließlich mit Schülern der Oberstufe [Anm: Oder solchen, die kurz vor dem Eintritt in die GOS stehen] zu bearbeiten. Eine Befassung jüngerer Schüler hält der Stadtschülerrat für pädagogisch so unsinnig, dass faktisch ausgeschlossen. Gleichwohl ist es dem Stadtschülerrat ein großes Anliegen zu betonen, dass "Mein Kampf" - auch aufgrund der katastrophalen Niederschrift jener hetzerischen Inhalte - in keiner Weise geeignet erscheint, die heutige und moderne Schülerschaft zu rechtsextremen und nationalsozialistischen Thesen zu lenken oder sie dadurch zu beeinflussen.

Der Stadtschülerrat wünscht sich keine lex "Mein Kampf", werden doch auch andere ähnlich fanatisch-menschenverachtende Texte im Unterricht zurecht restriktiv eingesetzt und ausgiebig besprochen. Eine Überhöhung von "Mein Kampf", etwa durch eine Lektüre-Pflicht würde, hier in die falsche Richtung zielen. Insofern hält der Stadtschülerrat getroffene kultusministeriale Regelung der Lehrkräfte-Entscheidung für nachvollziehbar und vollumfänglich tragbar.