Stadtschülerrat Giessen

Termine

Abholung der eigenen Nikolauskarten mit Nikoläusen durch die Empfängerschulen am 04.12.2017 von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr im im SSR-Büros, Georg-Schlosser-Str. 16, 35390 Gießen. Die Menge an Nikoläusen ist nicht zu unterschätzen; SV-Teams kümmern sich daher am besten frühzeitig um jemanden, der diese mit KFZ-Transportoption entgegennehmen kann.


Fotos

Fotos von Manfred Kehr, Kassel (hier: Behördenzentrum Land)


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Erklärung zur Stellensituation von Lehrern im Schulamtsbezirk Gießen/Vogelsberg

Veröffentlicht von Geschäftsführender Vorstand am 09.02.2015

Die GEW-Fraktion im Gesamtpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer beim Staatlichen Schulamt für Gießen und den Vogelsbergkreis (SSA) kritisierte in einer aktuellen Pressemitteilung die Zuweisungen des Hessischen Kultusministeriums (HKM) an das örtliche Schulamt als unzureichend.

Laut GEW sei im ministerialen Zuweisungserlass die Streichung von 48 Lehrerstellen vorgesehen. Die Fraktion der CDU im Gießener Stadtparlament sprach hingegen von nur 38 abzubauenden Stellen und einer Vorläufigkeit der Zahlen. Weiterhin thematisierte sie, dass ihrer Meinung nach die im Land regierende schwarz-grüne Koalition ihr Versprechen, die demographische Rendite bleibe im System, mit vorgelegtem Plan einhalte, weil die Schüler- und damit Klassenzahl entsprechend sinke. Die GEW wies dies entschieden zurück und lud alle Beteiligten zur gemeinsamen Debatte ein.

Stadtschulsprecher Niko Schmidkunz erklärte dazu: »Dem Stadtschülerrat ist der Sachverhalt hinreichend bekannt.« Er habe daher initiiert, dass im Rahmen einer, bereits vor längerem vereinbarten, Konsultation mit dem Direktor des Staatlichen Schulamtes am heutigen Montag auch diese Angelegenheit thematisiert wurde. Wichtig sei dem Schülersprecher, dass »die aufgekommene Verunsicherung einzelner Organisationen sachlich geklärt« werde. An medialer Auseinandersetzung sei das Gremium »ausdrücklich nicht interessiert«, vielmehr wolle es »helfen, Klarheit in diese augenscheinlich diffizile Situation zu bringen.«

Schmidkunz’ Stellvertreter, Luca Manns, vertrat das Schülergremium im Gespräch mit dem Leitenden Schulamtsdirektor Heinz Kipp. Er äußerte sich zum Verlauf wie folgt:

»Sehr sachlich und kenntnisreich hat Herr Leitender Direktor Kipp die Stadtschülervertretung über den Sachverhalt informiert. Er legte dar, dass dem Schulamt aufgrund sinkender Schüler- und somit Klassenzahlen in Schulen des Landkreises Gießen und des Vogelsbergkreises laut Berechnungsschlüssel des Kultusministeriums über 40 Lehrkräfte-Stellen weniger zur Verfügung stünden. Diese würden anderen Schulamtsbezirken mit steigenden Schülerzahlen, etwa Frankfurt oder Offenbach, überantwortet. In rechnerischer Übereinkunft mit dem Stadtschülerrat stellte der Direktor daher fest, dass die Unterrichtsqualität nicht per se sinke, weil die Auslagerung der Stellen analog zum Verlauf der Schülerzahlen erfolge. Als Gremium sind wir daher geschlossen der Auffassung, dass das Staatliche Schulamt korrekt und nachvollziehbar agiert. Dies wurde gegenüber Herrn Kipp auch entsprechend verdeutlicht. Kritik am Schulamt weisen wir entsprechend zurück«.

Fraglich sei laut Manns jedoch, wieso die Wiesbadener kultusministeriale Verwaltung bestehenden Zuweisungsschlüssel trotz der Ankündigung im Koalitionsvertrag von CDU und Bündnis 90/Die Grünen über den Bestand der "demographischen Rendite’ im Schulsystem weiterhin anwende. Hierzu heiße es in der Vereinbarung beider Fraktionen deutlich: "Die infolge des Rückgangs der Schülerzahlen um 6 bis 8 Prozent bis zum Jahr 2019 frei werdenden Lehrerstellen werden wir im Bildungssystem belassen und nutzen, um die nachfolgenden Verbesserungen zu erreichen."

Der Stellvertretende Stadtschulsprecher wörtlich: »Der Stadtschülerrat stimmt der GEW ausdrücklich zu, wenn diese das Vorgehen der Landesregierung kritisiert.« Als Interessenvertretung der Schülerschaft sei man »zumindest überrascht von der offenbar ausbaufähigen Umsetzung des Koalitionspapiers«. Manns weiter: »Als Vorstand haben wir den verantwortlichen Kultusstaatssekretär heute postalisch um genaue Erläuterung des Verwaltungshandelns gebeten und sind zuversichtlich, mit seiner baldigen Antwort weiter und konstruktiv verfahren zu können.« Auch weitere politische Kräfte seien »herzlich eingeladen, die aktuelle Situation erläuternd zu kommentieren«.

Stadtschulsprecher Niko Schmidkunz erklärte abschließend das Engagement des Rates bezüglich der Situation: »Als Stadtschülerrat ist es uns wichtig, dass unsere Mitschülerinnen und Mitschüler einen lohnenswerten Unterricht erfahren können. Hierbei stehen gute und ausreichend Lehrkräfte im Mittelpunkt, ohne sie kann Schule nicht gelingen. Als Stadtschülerrat treten wir seit jeher ein für eine Lehrerversorgung, die den, glücklicherweise immer größer werdenden, Aufgaben von heutiger Schul- und Unterrichtsgestaltung gerecht wird.« Kürzungen, auch wenn rechnerisch nicht zu einer Verschlechterung führend, seien daher der falsche Weg. Das Belassen der ‚demographischen Rendite’ im System habe man zur Vorstellung des Koalitionsvertrages begrüßt, betonte Schmidkunz.