Stadtschülerrat Giessen

Termine

Abholung der eigenen Nikolauskarten mit Nikoläusen durch die Empfängerschulen am 04.12.2017 von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr im im SSR-Büros, Georg-Schlosser-Str. 16, 35390 Gießen. Die Menge an Nikoläusen ist nicht zu unterschätzen; SV-Teams kümmern sich daher am besten frühzeitig um jemanden, der diese mit KFZ-Transportoption entgegennehmen kann.


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Veröffentlicht von Luca Manns (StaVoMi) am 10.08.2014

Der Stadtschülerrat der Universitätsstadt Gießen hat sich intensiv mit dem bildungspolitischen Vorschlag des familienpolitischen Sprechers der Union im Bundestag, Marcus Weinberg, in der BILD-Zeitung zum Thema der Überlastung von Schülerinnen und Schülern in Schule und einer damit verbundenen zeitlichen Begrenzung des Aufenthaltes zu schulischen Zwecken in der Bildungsinstitution auf maximal 35 Zeitstunden pro Woche auseinandergesetzt.

Schülerinnen und Schüler sind in der Tat immensen Belastungen durch schulische Aufgaben ausgesetzt und so befürworten wir selbstverständlich jedes Konzept, das darauf abzielt, Schülerinnen und Schülern ein weniger hektisches und besseres Lernen zu ermöglichen. Der Stadtschülerrat kann Herrn Weinbergs Vorschlag dennoch nicht zustimmen.

Diese Idee beruht auf einer falschen Annahme des Druckes, der auf Schülerinnen und Schülern lastet. Denn in der Schule verbrachte Zeit — in die Herr Weinberg auch etwa Pausen, die für sozialen Kontakt und Kompetenzentwicklungen hin zu einem Miteinander unabdingbar sind, mit einbezieht — ist nicht Ursache für den Leistungsdruck auf Schülerinnen und Schüler. Wer heute in einer Bildungslandschaft, in der Ganztagsschulen aufgebaut werden, eine zeitliche Schulaufenthalts-Begrenzung fordert, hat nicht verstanden, dass Schule nicht immer auch Unterricht bedeuten muss und dass Lernen auch außerhalb des Klassenraums funktionieren und begeistern kann.

Vielmehr entsteht der zu recht angemahnte Stress durch übermäßige und in großen Teilen pädagogisch nicht sinnvolle Heimarbeiten, durch unglücklichste Terminplanung, etwa bei einer großen Häufung von Klausuren in einem engen Zeitraum bei gleichzeitig vorhandenen Wochen ohne Tests und durch Lehrerinnen und Lehrer, die sich oft zu wenig auf den individuellen Schüler und dessen Lernbedarf einstellen und deren Unterricht - teils durch fehlendes Talent zum Erklären, teils durch mangelndes Interesse - oft Nachlernen in einem, den Rest des Tages füllendem, Maße erfordert, um gute Leistungen abliefern zu können.

Bemerkenswert am Vorschlag des MdB Weinberg ist, dass der kritisierte Zustand, gerade im Bereich der gymnasialen Oberstufe, erst durch die von der CDU in Hessen eingeführte verkürzte Schulzeit, genant G8, an Schärfe gewonnen hat. Deshalb halten wir eine eine Deckelung auf 35 Stunden, insbesondere mit dem System G8, für in der Praxis nicht realisierbar und zielführend; hätte es doch zur Folge, dass Lernstoff noch komprimierter behandelt werden würde und sowieso leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler noch mehr nacharbeiten müssten

Der Stadtschülerrat Gießen rät daher, die vorhandene Zeit in Schule so effizient zu nutzen, dass Schülerinnen und Schüler benötigtes Wissen in dieser erlernen können und in ihrer Freizeit - unabhängig davon, ob sie diese in einer Ganztagsschule oder privat verbringen - nicht an Lernen denken müssen!