„Gießens SchülerInnen leben Europa! – Erfolgreiche Europadebatte des Stadtschülerrates in Großem Saal der Kongresshalle

„Sie alle sind Europa“ machte Stadtschulsprecher Johannes Bock schon zu Beginn der Europadebatte des Gießener Stadtschülerrates (SSR) klar, die im Rahmen der Europawoche erstmals durchgeführt wurde.
Nachdem Organisator und Vize-Sprecher Luca Manns am Donnerstag Morgen gegen 9.00 Uhr weit über 200 Schülerinnen und Schüler im Großen Saal der Kongresshalle begrüßen durfte, wiesen in Grußworten Bock und Stadträtin Eibelshäuser als Schirmherrin der Veranstaltung auf die Wichtigkeit europäischer Gemeinschaft und deren Zukunft hin. Eibelshäuser rief zudem die Jugendlichen auf, sich aktiv zu engagieren und für Europa einzusetzen; so könne und solle man „beispielsweise auch Mal für statt immer nur gegen etwas auf die Straße gehen, nämlich im konkreten Fall für Europa“.

Damit bezog sich die Schuldezernentin auf die Bewegung Pulse of Europe, die allwöchentlich zigtausende Menschen für Europa auf Marktplätze in der ganzen Union bringt, um zu zeigen, dass auch in Zeiten herausfordernder Ereignisse wie dem Brexit oder fortschreitendem Populismus ein Engagement möglich und nötig ist. Mit dem Gießener Organisator, Tevin Pettis, kam Moderator Manns daraufhin in ein Podiumsgespräch, an dem auch der Martin Schulz-Nachfolger als SPD-Parteibeauftragter für Europa, Frankfurts EU-Parlamentarier Dr. Udo Bullmann teilnahm. Im Verlauf zeigte sich, dass beide aus ganz unterschiedlichen, persönlichen Perspektiven heraus an eine Zukunft Europas glauben, wenn – wie Bullmann sagte – „die jungen Menschen hier im Saal dafür einstehen“. Pettis erläuterte diesbezüglich nicht nur die Motivation der Vereins Pulse of Europe, nämlich konstruktiv-kritisch das Fortentwickeln der EU zu betrachten anstatt Dauerkritik zu üben, sondern führte auch aus, wie er selbst als Student erlebt habe, dass das Einbringen für Europa entscheidend sei. Europapolitiker Bullmann nahm daraufhin nicht nur Stellung zu Fehlern und Krisen der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten, sondern erläuterte auch beispielhaft, wieso das Image der Europäischen Union vielerorts leide: „Wenn Regierungschefs immer bei Regelungen mit Nachteil für ihren Staat sagen, Brüssel habe es quasi auferlegt, bei allen positiven Errungenschaften die Nationalstaatler dies aber angeblich den Europäischen Institutionen erst abringen mussten, ist klar, dass das Bild in Schieflage gerät“. Bullmann, der unter anderem auch ausführte, welch verheerende Auswirkungen aus seiner Sicht das etwa durch die Sparpolitik des Bundesfinanzministeriums entstandene Bild Deutschlands als bremsende und regulierende „leeding power“ in Europa habe. Beide Teilnehmer des ruhigen Podiumsgesprächs zeigten sich jedoch überzeugt, dass Europa trotz allem und Deutschland in dessen Rahmen Zukunft habe und weiterhin bestehen könne und werde.

Darauf war zuvor in seiner Hauptrede bereits der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Prof. Dr. Helge Braun, eingegangen. Seine anekdotenreiche Rede begann Braun damit zu berichten, dass er – vor vielen Jahren frisch in den Bundestag gewählt – eines Abends mit anderen Jungparlamentariern zusammengesessen habe, als Altbundeskanzler Helmut Kohl auf die Gruppe zugegangen sei und gesagt habe, diese seien „jetzt an der Reihe“ und könnten „mit Deutschland alles machen“, jedoch sollten sie um jeden Preis Europas Einigkeit wahren, weil nichts wertvoller sei als der Frieden zwischen den jahrhundertelangen Feinden. Beeindruckt von diesen Worten habe der heutige Vize-Chef des Kanzleramtes zwar viel darüber nachgedacht, bald sei es jedoch in den Hintergrund gerückt und von vielen Konflikten überlagert worden. So schilderte Braun nicht nur wie später auch Bullmann das unfaire Spiel mancher Akteure, negative Entscheidungen zunehmend auf Brüssel abzuwälzen oder sich über vermeintlich kuriose Verordnungen der Kommission ohne Kenntnis deren wirklichen Hintergrundes zu empören, sondern sprach auch mit Blick auf seine Rolle als Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung sehr ernsthaft über den Versuch europäischer Flüchtlingsverteilung im vergangenen Krisenjahr. Dabei ermahnte er jedoch auch, dass nicht jedes Land wie Deutschland stark und mit eintretendem Fachkräftemangel, sondern, wie etwa Spanien, mit einer hohen, in diesem Falle vierzig prozentigen, Jugendarbeitslosigkeit darstehe. Braun schloss daher mit der Erkenntnis, dass Europa oft mühsam und kompliziert, jedoch keineswegs obsolet oder gar schädlich sei. Vielmehr sichere es seit mehr als 70 Jahren einen Frieden, den etwa die geopolitisch nicht weit entfernte Ukraine keineswegs mehr genießen könne. Die Zukunft Europas zu gestalten, sei nun Aufgabe auch der anwesenden Jugendlichen.

Anschließend traten die Schülerinnen und Schüler verschiedener Gießener Schulen selbst in die Diskussion ein: An 24 Gruppentischen standen je ein Moderator oder eine Moderatorin des SSR bereit, um zu acht verschiedenen Fragestellungen, die die Schülervertreter vorab als spannende oder drängende Themen ausgewählt hatten, nach einer kurzen Einführung Diskussionen zu ermöglichen. Unter anderem ging es die deutsche Führungsrolle und deren Berechtigung in Europa, die wirtschaftliche Schieflage zwischen den Unions-Mitgliedsstaaten, jene geschilderte und schwierige Flüchtlingsbewältigung innerhalb der EU, aber auch um konkrete Punkte wie die Einführung eines free-Interrail-Tickets, das lange für alle 18-jährigen Unionsbürger im Gespräch war, oder die Frage, ob man sich als Deutscher bzw. Deutsche oder eher schon als Europäer/in fühle.

Nachdem rund zwei Stunden später alle Teilnehmenden auch zu jedem Themenkomplex diskutieren konnten, endete die Veranstaltung mit einer Feedbackrunde, in der neben einigen Wünschen für eventuelle Wiederholungen vor allem Lob und Anerkennung für die wichtige Arbeit des Stadtschülerrates ausgedrückt wurden. Und so war es schlussendlich Stadtschulsprecher Bock auch ein Anliegen, allen Moderatorinnen und Moderatoren für die Tischgesprächsleitungen, der Schuldezernentin und ihrem Büro für die Buchung und Planung der Räumlichkeiten und des Veranstaltungsablaufes sowie weiteren Abteilungen der Stadtverwaltung etwa wie dem Hausmeiterkräfte stellenden Hauptamt oder der Mobiliar entleihenden Stadtbibliothek, vor allem aber auch dem Moderator und Organisator Luca Manns für „die viele, viele Arbeit“ zu danken. Manns sagte anschließend, dass spätestens als ihm von einem Gespräch zweier junger Teilnehmerinnen berichtet worden sei, die sich gegenseitig erklärten, im Rahmen der Veranstaltung mehr zu Europa als im gesamten Verlauf der Schulbildung gelernt zu haben, sich die Planung und Durchführung mehr als gelohnt habe.

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Am Donnerstag, den 11. Mai 2017

Gepostet von Stadtschülerrat Gießen am Donnerstag, 11. Mai 2017

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„Grundsätzlich unbenutzbar!“

Verdreckt und ekelhaft: Beim Thema Schultoiletten gibt es selten zwei Meinungen. Neben einem Gießener Mediziner und Vertreter nder Stadt äußert sich auch der Stadtschülerrat sich zum Thema.
Die Wände sind verschmiert, die Bodenfliesen versifft. In der Ecke liegen leere Papierrollen herum und Reste vom Pausenbrot. Es stinkt und es ist kalt. Häufig sind auch Waschbecken oder Sitzbrillen beschädigt, oft fehlen Papier und Seife. Schultoiletten sind keine Wohlfühloasen. Das weiß jeder. Es ist kein Wunder, dass viele Schüler die stillen Örtchen meiden, wenn sie können. Der Stadtschülerrat hat den Zustand der sanitären Anlagen an Gießener Schulen vor Kurzem unter die Lupe genommen und Beispiele genannt, wo Sanierungs- oder zumindest erhöhter Reinigungsbedarf besteht. „Die meisten Toiletten sind nach 11 Uhr nicht mehr nutzbar“, erklärt Luca Manns. Der stellvertretende Stadtschulsprecher sagt das ohne Vorwurf in der Stimme. „Wenn 100 junge Leute eine Toilette nutzen müssen, kann man nichts anderes erwarten.“ Zum Zustand der Schultoiletten haben Gießener Schulsprecher am Ende des ersten Halbjahrs ein Gespräch mit Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser geführt. Ihr Fazit: „Die Stadt tut, was sie kann.“ Aber das reicht nicht!

Mit einer Reinigung täglich sei es oft nicht getan, sagt Manns, der selbst die Liebigschule besucht. Zwar hätten Schüler längst nicht den Anspruch, den beispielsweise Mitarbeiter einer Verwaltung hätten. Dennoch lasse der Zustand vieler sanitärer Anlagen nur einen Schluss zu: grundsätzlich unbenutzbar.

Die Schulen bekommen das Problem seit vielen Jahren kaum in den Griff. Gegenmaßnahmen laufen ins Leere. An manchen Schulen müssten Jugendliche den Toilettenschlüssel im Sekretariat holen, nennt Manns Beispiele, wie man versucht, wenigstens etwas Kontrolle über die Situation zu erlangen. Für den Zustand der Toiletten seien in erster Linie die Schüler selbst verantwortlich. „Da gibt es Zerstörungen, Schmierereien, Sprüche und schmutzige Hinterlassenschaften.“

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Dies ist nur ein Ausschnitt aus dem umfangreichen Text. Die Fortsetzung und
den gesamten Artikel finden Sie auch auf der Website der Gießener Allgemeinen:
https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/art71,250926
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„Gießener Stadtschülerrat lädt am 11. Mai zu seiner ersten Europadebatte ein“

„Gießener Stadtschülerrat lädt am 11. Mai zu seiner ersten Europadebatte ein“

Der Gießener Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom Montag, den 24. April über die Europadebatte. Infos dazu: http://europadebatte.ssr-giessen.de
GIESSEN – (lhau). Ganz im Zeichen der Gemeinschaft steht die erste Europadebatte des Gießener Stadtschülerrates. Unter dem Slogan „Truly United“ findet sie am 11. Mai in der Kongresshalle statt. „Unsere Generation sieht sich selbstverständlich als Europäer“, betont Luca Manns als einer der Organisatoren. Trotz oder gerade wegen dieser Selbstverständlichkeit sind für ihn und seine Mitstreiter Johannes Bock und Linda Braun gemeinsame Gespräche grundlegend für Europa.

„Die Europadebatte soll eine Plattform sein, auf der sich Gießener Schülerinnen und Schüler austauschen können“, erklärt Linda Braun. Für sie ist klar, dass Themen wie der Umgang Europas mit Flüchtlingen und der Zusammenhalt der Europäer dadurch greifbarer gemacht werden. „Wir rechnen mit knapp 300 Teilnehmern und haben schon jetzt etwa 100 Anmeldungen“, sagt Johannes Bock und hebt hervor, dass sich alle teilnehmenden Schüler an der Auseinandersetzung beteiligen können. Mit einem Rotationssystem, bei dem die Teilnehmer von Tisch zu Tisch wechseln, können sie ihre verschiedenen Standpunkte immer wieder untereinander diskutieren. Den Bundestagsabgeordneten und Staatsminister Prof. Helge Braun konnte der Stadtschülerrat mit seiner Idee begeistern und als Redner gewinnen.

Eine Podiumsdiskussion zwischen Vertretern des Europäischen Parlaments und der Bürgerinitiative „Pulse of Europe“ gibt zusätzliche Eindrücke. Die Schirmherrschaft hat Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser inne. Noch bis zum 8. Mai können sich interessierte Schulklassen ab der achten Jahrgangsstufe für die Veranstaltung anmelden.

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Den Artikel finden Sie auch auf der Website des Gießener Anzeigers:
http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/giessener-stadtschuelerrat-laedt-am-11-mai-zu-seiner-ersten-europadebatte-ein_17840416.htm
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Große Europadebatte des SSR am 11. Mai

Herzliche Einladung zur Sonderveranstaltung des Stadtschülerrates unter Schirmherrschaft der Schuldezernentin am 11. Mai 2017 ab 9.00 Uhr (Eintreffen um 8.45 Uhr) in der Gießener Kongresshalle.
Anmeldung erforderlich.

„TRULY UNITED? – EUROPAS JUGEND ZWISCHEN ZUSAMMENWACHSEN UND ERSTARKENDEM NATIONALISMUS“

Seit Jahren steht „Europa“ zunehmend in der Kritik; zu fern seien die Entscheider, zu undurchsichtig die Verantwortungen, gar das Konstrukt „EU“ in Gänze falsch initiiert. Tagtäglich erleben wir Europa medial vor allem in Negativschlagzeilen, sei es bei Flüchtlingen, Eurorettung, Griechenland, dem Brexit oder abschottenden Mitgliedern im Osten. Während viele glauben, es mangele an wirksamen europäischen Visionen, wirken die Gremien der Europäischen Union nahezu hilflos.

Dem Entgegen steht das Gefühl vieler junger Menschen, die eine prae-europäische Ordnung weder kennen noch wollen, sondern für die eine ehemals große Vision heute schlichtweg Alltag ist: Die europäische Vereinigung. Doch zugleich wollen und müssen wir uns fragen, ob wir als nachfolgende Generation auch bereit sind, für eine europäische Gemeinschaft zu streiten und sie politisch zu sichern. Gleichsam stellt sich die Frage, ob und wie bestehende Strukturen der Europäischen Union verbesserungsfähig sind.

Darüber wollen wir als Gießener Schülerschaft diskutieren und laden dazu interessierte Klassen und Kurse sowie Einzelteilnehmer/innen in den großen Saal der Kongresshalle ein, um zunächst europäische Realität anhand zweier Vorträge zu erfahren. So freuen wir uns, zunächst den Vizechef des Bundeskanzleramtes, Herrn Staatsminister bei der Bundeskanzlerin Prof. Dr. Helge Braun, MdB begrüßen zu dürfen. Wie unser Redner als „Merkels Flüchtlingskrisenterminator“ (DIE ZEIT) die europäische Zusammenarbeit erlebt hat, wird uns Prof. Braun vortragen, sowie auch die Visionen der Kanzlerin für ein Europa der Zukunft näherbringen. Einen Perspektivwechsel gehen wir anschließend mit einer Podiumsrunde ein, in der nicht nur Pulse of Europa über die Bewegung und ihre Ziele sprechen wird, sondern auch der einflussreiche Europaabgeordnete Udo Bullmann, Vizechef der S&D-Fraktion (Sozialdemokratien) im Europäischen Parlament und Nachfolger von Martin Schulz also Parteibeauftragter der SPD für Europa, spannende Einblicke in Brüsseler Abläufe geben wird.

Darauf folgt die rotierende Diskussion an moderierten Gruppentischen zu speziellen Fragestellungen der Europapolitik (unten stehend). Final werden diese Ergebnisse in Ausschnitten vorgestellt.

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FÜR DIE TEILNAHME IST EINE KOSTENFREIE ANMELDUNG ERFORDERLICH:
http://anmeldung.europadebatte.ssr-giessen.de
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ABLAUFPLAN:

– Eröffnung und Einführung durch die Moderation
– Grußwort des Stadtschülerrates
– Grußwort der Schuldezernentin
– Rede Herrn Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
– Podiumsdebatte mit Vertretern des Europäisches Parlaments und von „Pulse of Europe“
– Erläuterung Debattenprinzip durch die Moderation
– Rotierende Gruppendiskussionen aller Teilnehmer zu europäischer Zukunft
– Kaffeepause
– Fortsetzung der Debattenrunden
– Ergebnisvorstellung durch die einzelnen Tischmoderatoren
– Abschluss

THEMEN DER GRUPPENTISCHE:

– Halten wir die EU zusammen? Zwischen Führung und Regentschaft
– Deutscher oder Europäer? Wie integriert wir sind?
– Europas Wirtschaft: Gewinner treffen auf Verlierer?
– Nationalismus VS Integration – Müssen wir Europa verteidigen?
– Endstation Lambedusa? Europas Umgang mit Flüchtlingen
– Regulierungswut Brüssels? Europäische Institution und ihre Normen
– #freeInterrail – wie der Funke wieder überspringen kann
– Die neuen Verteidiger der liberalen Welt? – Europas Außenpolitik

ORGANISATIONSBÜRO:

Stadtschülerrat Gießen
Planungsstab Europadebatte
Georg-Schlosser-Str. 16
Telefon: 0641 306 -3167
Telefax: 0641 306 -3168
E-Mail direkt: europadebatte@ssr-giessen.de

„Gute Bedingungen für verantwortungsvolle Aufgabe geschaffen“

EINWEIHUNG Sanierte Räume für Stadt- und Landesschülervertretung übergeben

GIESSEN – (kalg). Über sanierte Räume freuen sich die Landesschülervertretung Hessen und der Stadtschülerrat Gießen. Gestern war die feierliche Eröffnung. Das Büro der Landesschülervertretung ist zwar bereits seit 2008 in der alten Aliceschule, doch waren die Räumlichkeiten in keinem guten Zustand gewesen. Auch der Stadtschülerrat hat hier seine Geschäftsstelle. \“Wir haben uns dann entschieden, die Räume der Landesschülervertretung zu sanieren und auch den Raum des Stadtschülerrats Gießen zu renovieren, um gute Arbeitsbedingungen zu schaffen\“, verdeutlichte Stadträtin Astrid Eibelshäuser. \“Denn Schülervertretungen haben eine große Bedeutung für die politische Bildung und demokratische Entwicklung an Schulen.\“

Nach einer gemeinsamen Begehung mit Feststellung des Sanierungsbedarfs im Juli 2015 folgten noch viele weitere Schritte bis zur Fertigstellung der Räume. Insgesamt wurden fast 74 200 Euro in die Baumaßnahmen investiert. Das hessische Kultusministerium beteiligte sich mit 30 100 Euro an diesem Bauprojekt. Aus diesem Grund war auch Dr. Manuel Lösel, Staatssekretär des Hessischen Kultusministeriums, und weitere Vertreter des Ministeriums zu der Eröffnung erschienen, um sich ein Bild von den neuen Räumen zu machen. In seinem Grußwort betonte Lösel die Wichtigkeit der Landesschülervertretung – unter anderem bei Themen wie der Hausaufgabengestaltung oder wie in Zukunft eine Oberstufe sein soll – und bedankte sich bei den Schülervertretungen, dem Hochbauamt, den Schulleitungen, dem Staatlichen Schulamt und allen Instanzen, die an diesem Bau mitgeholfen haben. \“Ihr seid als Schülervertretungen am Puls der Zeit. Ihr könnt direkt sagen, was gut und was vielleicht auch schlecht läuft\“, so Lösel. \“Ich weiß, dass es viel Arbeit war, doch ich denke, sie hat sich gelohnt.\“

74200 Euro Kosten

Auch der Landesschülersprecher André Ponzi bedankte sich sehr für die gute Zusammenarbeit und betonte, dass die Jugendlichen sich freuten, nun geeignete Räumlichkeiten zu haben, um politisch aktiv zu sein, Verantwortung zu übernehmen und die Interessen der Schüler zu vertreten.

Anschließend zeigten er und der Stadtschulsprecher Johannes Bock zusammen mit den anderen Vertretern des Landeschülerrates und des Stadtschülerrates stolz den Gästen die Räumlichkeiten. Hierbei überreichte der Staatssekretär Lösel als Geschenk einen Bilderrahmen, der künftig mit einem Foto das Büro schmücken soll. So sahen sich alle Vertreter aus Bildung und Politik in den Räumen genauer um und konnten bei Kaffee und Kuchen noch gesellig beisammen sein.

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Den Artikel finden Sie auch auf der Website des Gießener Anzeigers:
http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/gute-bedingungen-fuerverantwortungsvolle-aufgabe_17738250.htm
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„RMV segnet das neue Schülerticket ab. Gießens Stadtschülerrat begrüßt“

Für einen Euro pro Tag durch ganz Hessen fahren – ab August soll das für Kinder und Jugendliche möglich sein. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat das neue Schülerticket abgesegnet. Das Angebot erntet beim Gießener Stadtschülerrat vor allem Zustimmung.
Das Schülerticket sei ein „echter Meilenstein der Nahmobilität“, erklärt Stadtschulsprecher Johannes Bock. Schüler seien sehr oft auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, „sei es auf dem Weg in die Schule, das Training oder zu Freunden“. Bislang hätten sie dann teure Tickets kaufen müssen. Eine Dauerkarte für weitere Strecken als den Heimatort nehme schnell „viele Hundert Euro“ in Anspruch. Eine Reise zum Einkaufen in Frankfurt zum Beispiel koste Gießener Schüler bisher über 30 Euro, rechnet Bock vor. Damit könne „die Fahrt unter Umständen teurer als der Einkauf“ sein.

Seit Jahren haben sich Gießener Schülervertreter auf politischer Ebene für das neue Schülerticket eingesetzt. Vize-Stadtschulsprecher Luca Manns war längere Zeit als Koordinator der Landesschulsprecherin für Parlament und Regierung in Wiesbaden tätig und war dort an der Planung und Entscheidung im Verkehrsministerium maßgeblich beteiligt. Auch Matthias Samson, Staatssekretär im Verkehrsministerium, würdigte die Verdienste Manns. „Dessen „Unterstützung war und ist wichtig für das Schülerticket in Hessen.“

„Meilenstein der Mobilität“

Die frühere hessische Landesschulsprecherin und Gießenerin Fevzije Zeneli berichtet: „Im Rahmen meiner beiden Amtsperioden von 2013 bis 2015 haben wir das Thema erstmals auf die Tagesordnung der Landesschülervertretung gesetzt.“ Intern sei die Entscheidung für das Schülerticket bis heute umstritten, weil eine Minderheit stets ein komplett kostenfreies Ticket gefordert habe. Gießens Stadtschülerrat vertritt über 16 000 Kinder und Jugendliche.

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Den Artikel finden Sie auch auf der Website der Gießener Allgemeinen:
http://giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/art71,222749
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Einladung: Stadttheater-Debatte am 12. März

Der nächste Zukunftsrat WIE WOLLEN WIR LEBEN widmet sich einem vieldiskutierten Thema und vertrackten Problem: Verkehr und Mobilität. Mit dabei: Luca Manns, stellv. Stadtschulsprecher für die Seite der Schüler/innen!
Alle möchten möglichst reibungslos in die Innenstadt von Gießen, zur Schule, zum Arzt, zum Freizeitvergnügen, Pendler zur Arbeit – und dann auch wieder reibungslos nach Hause kommen. Das klappt nicht immer so gut, der Individualverkehr führt zum Stau, der öffentliche Personennahverkehr hat Lücken, und überdies ist Mobilität,wie wir sie kennen, oftmals klima- und umweltschädlich. Wie kann man sich eine nachhaltige, komfortable und preisgünstige Mobilität in Gießen und Umgebung vorstellen? Experten der Stadt, der THM, der Bahn, aus vergleichbaren Städten geben Impulse, die Bürgerinnen und Bürger diskutieren und machen Vorschläge für innovative Lösungen.

WIE WOLLEN WIR LEBEN – DIE OFFENE GESELLSCHAFT

Ein Ratschlag über die Zukunft unserer Stadt im Rahmen einer bundesweiten Diskussionsreihe

3. Runde – Verkehr und Mobilität

Sonntag, 12. März 2017, 19.30 Uhr | Foyer, Großes Haus | Eintritt frei

Impulsgeber: Gerda Weigel-Greilich (Bürgermeisterin der Stadt Gießen) | Prof. Dr.-Ing. Frank Lademann (Leitung Studiengang Bahningenieur THM) | Luca Manns (stellv. Stadtschulsprecher) | Roland Meuschke (Bahnhofsmanager Gießen) | Prof. Dr.-Ing. Hartmut H. Topp (Institut für Mobilität & Verkeher – imove TU Kaiserslautern)

Moderiert von Prof. Claus Leggewie (JLU Gießen) und Behzad Borhani (Stadttheater Gießen)

Eine Initiative von Prof. Claus Leggewie (Ludwig-Börne-Professor JLU Gießen) | Prof. Hans-Jürgen Wirth | Cathérine Miville (Intendantin Stadttheater Gießen)

Stadtschülerratssitzung am 03.03.2017

Veröffentlicht von Geschäftsführender Vorstand am 21.02.2017
Zur ordentlichen Sitzung des Stadtschülerrates am Freitag, den 03. März 2017, ab 12:00 im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses lädt der Vorstand alle Schulsprecher/innen, deren Stellvertreter/innen, die SSR-Delegierten sowie deren Stellvertreter/innen herzlich ein! Die Sitzung ist öffentlich; es kann daher auch jede/r Gießener Schüler/in als Gast teilnehmen.
Tagungsort: Stadtverordnetensitzungsaal des Rathauses (Berliner Platz 1)
Termin: Freitag, den 03. März 2017
Sitzungsbeginn: 12:00 Uhr

Tagesordnung:
1. Begrüßung und Formalia
2. Reflektion SV-Coaching
3. Aktion mit Stadttheater
4. Projekte
4.1 Europa-Woche
4.2 SSR an Schulen
4.3 weitere Projekte
5. Berichte des Vorstandes
6. Berichte der Schulen
7. Anträge
8. Verschiedenes

Anträge sind bis zum 28.03.2017 an kontakt@ssr-giessen.de zu senden.

Für Fragen stehen wir gerne unter kontakt@ssr-giessen.de zur Verfügung.

Die Einladung ist am Rand als Download zu finden.

Belehrung zur Geschäftsordnung: Änderungswünsche stimmberechtigter sowie beratender Mitglieder des Stadtschülerrates oder von Mitgliedern des Stadtvorstandes können ebenfalls via E-Mail eingereicht werden oder vor Ort zu Beginn der Sitzung initiativ gestellt werden.

Rechtlicher Hinweis: Gemäß § 12 der SV-Verordnung (SV-VO) des Hessischen Kultusministers ist eine Benachteiligung von Schülervertretern ausdrücklich untersagt. Der Verordnungsgeber hat verfügt, dass Fehlzeiten im Dienste einer Instanz der gesetzlich-legitimierten Interessenvertretung nicht als solche notiert oder im Zeugnis aufgeführt werden. Die Regelung findet entsprechend Anwendung. Für die Teilnahme an Klausuren gilt das Freistellungsgebot nicht zwingend, jedoch ist auch hier seitens des Gesetzgebers im Sinne der Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit der Hessischen Schülervertretung gebeten, jene zu ermöglichen. Entsprechende Teilnahmebescheinigungen können Sie Ihrem Lehrkörper zwecks Geltendmachung vorlegen, diese werden zum Sitzungsende ausgegeben.