Archive 2017

Zweite SSR-Sitzung im produktiver Atmosphäre

Bei entspannter und zugleich produktiver Atmosphäre hat sich gestern der Stadtschülerrat zu seiner zweiten Sitzung in diesem Schuljahr getroffen. Unter anderem wurde dabei die Nikolausaktion gemeinsam evaluiert und mit dem Jahresprogramm ein Ausblick auf das verbleibende Geschäftsjahr geworfen. Die Delegierten einigten sich dabei auf den Vorschlag

des Stadtvorstandes. Dieser beinhaltete unter Anderem die bereits durchgeführte Nikolausaktion, die Nachhilfebörse Schüler-helfen-Schülern und das Abikomitee-Hilfsnetzwerk, welches bereits sein erstes Treffen hatte. Auch bereits traditionelle Projekte, wie das Planspiel Parlament sind weiterhin eingeplant. Daneben entschied sich der SSR noch für den von der Dezernentin für Bildung, Astrid Eibelshäuser vorgeschlagenen Haushalt und nahm die überarbeitete Fassung der Geschäftsordnung mit hoher Zustimmung an.
Insgesamt wurde insbesondere das gute Arbeitsklima unter den Anwesenden gelobt: „Das war der schnellsten SSR-Sitzungen die ich je besucht habe und zugleich eine der Sitzungen, an der wir am meisten zusammen geschafft haben“, so Jeremias Lugner, stellvertretender Stadtschulsprecher.

Der Stadtschülerrat beschloss des Weiteren einstimmig, dass die Hälfte der Mehreinnahmen der Nikolausaktion gemeinsam gespendet werden sollen. Des Weiteren sollen die übrigen Nikoläuse an eine, vom SSR Vorstand auszusuchende, soziale Initiative gespendet werden.

Nikolausaktion geht in die nächste Runde!

Die traditionelle Nikolausaktion des Stadtschülerrats Gießen zur Weihnachtszeit geht in die nächste Runde. Dabei bekommen die Schülerinnen und Schüler der Gießener Schulen die Möglichkeit eine selbstverzierte Karte mit einem Schokoladennikolaus gemeinsam an eine Mitschülerin oder einen Mitschüler an einer der teilnehmenden Schulen zu schicken. Die Aktion erfreute sich bereits in der Vergangenheit großer Beliebtheit unter der Schülerschaft.
„Ziel der Aktion ist auf der einen Seite eine Stärkung der Präsenz des Stadtschülerrats gegenüber den Gießener Schülerinnen und Schülern“, so Stadtschulsprecher Leon Schenke, „aber auch der soziale Aspekt steht unseres Erachtens sehr Fokus.“ Die teilnehmenden Schulen spenden von ihrem Gewinn mindestens die Hälfte an eine soziale regionale Organisationen. Welche Organisation genau entscheiden die Schülervertretungen gemeinsam bei einer SSR-Sitzung. Des Weiteren handelt es sich wie bereits in der Vergangenheit um fair gehandelte Schokonikoläuse.

Teilnehmende Schulen sind in diesem Jahr das Landgraf-Ludwigs-Gymnasium, die Liebig-Schule, die Gesamtschule-Gießen-Ost, die Brüder-Grimm-Schule, die Herder-Schule, die Alice-Schule, die Alexander-von-Humboldt-Schule, die Max-Weber-Schule, das Wirtschaftsgymnasium am Oswaldsgarten (ehemals: Friedrich-Feld-Schule), die Friedrich-Ebert-Schule, sowie erstmals die Sophie-Scholl-Schule teil.

Der Stadtschülerrat Gießen ist die offizielle kommunale Interessenvertretung der Gießener Schülerschaft. Der neue Stadtvorstand unter Leitung von Stadtschulsprecher Leon Schenke hat sich neben einer Fortführung der bereits starken politisch-partizipatorischen Arbeit, eine Stärkung der Präsenz und Basisbindung des Stadtschülerrats gegenüber der Gießener Schülerschaft.

Stadtvorstand beschließt Ausrichtung für das kommende Geschäftsjahr

Der Vorstand des Stadtschülerrates Gießen hat heute, am 19. Oktober 2017, seine inhaltliche Ausrichtung für das kommende Geschäftsjahr in seiner ersten Vorstandssitzung definiert. Dabei soll die starke politisch-partizipatorische Arbeit der letzten Jahre beibehalten werden, aber auch durch weitere Projekte unterstützt werden. Diese sollen für eine stärkere Präsenz des SSR gegenüber der Gießener Schülerschaft sorgen.

Die traditionelle Nikolausaktion etwa, welche sich in der Vergangenheit großer Beliebtheit an den Gießener Schulen erfreute, soll so beispielsweise bald in die nächste Runde gehen. Wie im letzten Jahr bereits unterliegt die Leitung erneut dem Liebigschüler Florian Schmitt (kooptiertes Stadtvorstandsmitglied). Für mehr Austausch der Schulen untereinander ist etwa ein Abschlusskomitee-Hilfsnetzwerk unter der Führung von Paul Becker (Beisitzer) angedacht, in welchem durch erhöhte Kooperation die Arbeit der Abitur- und Abschlusskomitees der Gießener Schulen gefördert werden soll.

Weiterhin soll jedoch auch die Bildung eines politischen Bewusstseins im Zentrum der Arbeit des Stadtschülerates stehen. Dies soll vor allem durch das Planspiel: Parlament, in welchem Schülerinnen und Schüler im Rathaus den Alltag eines Abgeordneten simulieren, sowie durch Podiumsdiskussionen zu politischen und gesellschaftlich relevanten Themen geschehen. Auch das im letzten Jahr sehr erfolgreiche SV-Einsteigerseminar soll nach Möglichkeit wiederholt werden.

Das einst von der jetzigen Stellv. Stadtschulsprecherin Linda Braun angedachte „Schüler helfen Schüler“-Nachhilfenetzwerk soll ebenfalls reaktiviert werden. Die ehemalige Vorsitzende sieht in dem Projekt einen Schritt zu mehr Chancengerechtigkeit: „Nachhilfe darf nicht vom Geldbeutel der Eltern, sondern vom Bedarf der Schülerinnen und Schüler abhängig sein.“

Auch zu den Themen Integration und Flüchtlingsbeschulung soll in Zukunft mit konstruktiver Kritik und kleineren Projekten unter Federführung von Jeremias Lugner (Stellv. Stadtschulsprecher) beigetragen werden. Abschließend zog schließlich der vor zwei Wochen gewählte Stadtschulsprecher Leon Schenke das Fazit: „Die Vertretung der gesamten Gießener Schülerschaft ist eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe und Ich bin froh zu sehen, dass gesamte neue Vorstand die Motivation dazu aufweist.“

Vorstand für 2017/18 gewählt – Leon Schenke ist neuer Stadtschulsprecher

Der Stadtschülerrat Gießen hat heute, am 06. Oktober 2017, einen neuen Vorstand gewählt. Dabei unterlag Amtsinhaber Johannes Bock (GGO; 12. Klasse) in einer spannenden Kampfkandidatur deutlich gegen Herausforderer Leon Schenke (LLG; 12. Klasse) in der Wahl zum Stadtschulsprecher. Auf dem dritten Platz landete Janina Gerhardt.

Der neue Stadtschulsprecher freut sich auf seine neue Aufgabe: „Es wird mir eine Ehre sein, der Gießener Schülerschaft eine starke Stimme zu geben.“ Ihm stehen dabei Linda Braun (GGO; 13. Klasse) und Jeremias Lugner (LLG; 12. Klasse) zur Seite.

Der gesamte Vorstand zeichnet sich durch lange Erfahrung aus. Schenke war zuvor Schulsprecher am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium und ist derzeit noch als Referent für Inklusion und Schulqualität im Vorstand der Landesschülervertretung. Braun war von 2015-2016 ebenfalls Stadtschulsprecherin Gießens und Lugner arbeitete bereits zwei Jahre als Beisitzer im Vorstand des SSR. Die Schülervertreter hoffen diese Erfahrung gut einbringen zu können und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Schulverwaltungsamt und dem Magistrat.

Des Weiteren gewählt wurden Jannis Schneider (Landesschülerratsdelegierter; GGO; 13. Klasse), Tobias Düver (Stellv. Landesschülerratsdelegierter; 13. Klasse), Luc Reinke (Beisitzer; GGO; 12. Klasse), Ben Krämer (Beisitzer; GGO; 9. Klasse), Paul Becker (Beisitzer; Herder; 12. Klasse), Stergios Svolos (Beisitzer; LLG; 9. Klasse) und Janina Gerhardt (Beisitzer; AHFS; 12. Klasse).

Der Stadtschulsprecher von 2016/17, Johannes Bock, entschied, sich aus dem Vorstand zurückzuziehen.

Inhaltlich will sich der Vorstand stärker den Problemen der Schülerschaft zuhören und als Plattform des Austausches und der Kooperation für die Schülervertretungen Gießens dienen. „Gemeinsam sind wir das starke Sprachrohr der Gießener Schülerinnen und Schüler.“ Auch die Beteiligung jüngerer Schülerinnen und Schüler an den Schülervertretungen soll gestärkt werden. Des Weiteren sollen erfolgreiche Projekte, wie das jährliche SV-Seminar, die Planspiele Parlament im Stadtverordnetensaal, aber auch kleinere Podiumsdiskussionen beibehalten werden.

Einladung zur konstituierenden Stadtschülerratssitzung (17/18)

Am Freitag, den 06. Oktober 2017, kommt der Stadtschülerrat konstituierend ab 11.00 Uhr im Stadtverordnetensitzungsaal des Rathauses zusammen.

Liebe Mitglieder des Stadtschülerrates Gießen,
liebe Interessierte,

hiermit lade ich euch herzlich zur konstituierenden Sitzung des Stadtschülerrates ein.

Tagungsort: Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses, Berliner Platz 1, 35390 Gießen
Termin: Freitag, den 06.10.2017
Sitzungsbeginn: 11:00 Uhr

Vorläufige Tagesordnung:

1. Begrüßung und Formalia
2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
3. Berichte des Vorstandes, Verabschiedung der Vorstandsmitglieder
4. Wahlen
5.1 Wahlvorstand
5.2 Stadtschulsprecher
5.3 Beisitzer
5.4 Landesschülerratsdelegierte
5.5 Stadtverbindungslehrer
5 Geschäftsordnung
6. Flüchtlingsbeschulung
7. Anträge
8. Verschiedenes
8.1 Berichte der Schulen
8.2 Nikolausaktion

Anträge sind bis zum 27.09.2017 an kontakt@ssr-giessen.de zu senden.

Ich weise darauf hin, dass nur Schulen über ein Stimmrecht verfügen, deren Wahlmeldebogen zu Beginn der Sitzung vorliegt. Damit ein reibungsloser Ablauf möglich ist, bitte ich Euch, sofern noch nicht geschehen, den Wahlmeldebogen bis zum 01.10.2017 an mich zu senden.

Sollte unter dem Tagesordnungspunkt 2 festgestellt werden, dass keine Beschlussfähigkeit besteht, so wird die Sitzung am selben Tag am selben Ort auf 11:30 Uhr vertagt.

Zu Tagesordnungspunkt 5: Wir hatten bei unserer Stadtschülerratssitzung im November einige Änderungen in der Geschäftsordnung beschlossen. Diese wurde nicht vollständig vom Hessischem Kultusministerium (HKM) genehmigt, sodass einige Änderungsvorschläge vorliegen.. Im Anhang sind diese der aktuell gültigen Geschäftsordnung gegenübergestellt.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es sinnvoll war, wenn der SSR bei der Nikolausaktion eine koordinierende Rolle eingenommen hat. Dies würde ich auch für die Nikolausaktion in diesem Jahr vorschlagen. Deswegen habe ich eine Bitte an alle Schulen bzw. an Euch als SV-Vertreter. Bitte überlegt Euch, ob ihr an dieser Aktion teilnehmen wollt. Solltet ihr daran teilnehmen wollen, so bitte ich Euch mir dies bis zum Ende der konstituierenden Sitzung mitzuteilen, damit für ein erstes Planungstreffen eingeladen werden kann.

Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung.

Ich würde mich freuen, wenn ihr alle kommt und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Johannes Bock

Vize-Vorsitzender Manns u.W. scheiden aus

HAUSMITTEILUNG – Der Stellvertretende Stadtschulsprecher Luca Manns ist bereits mit Wirkung zum vergangenen Monat aus dem Stadtschülerrat Abtiur-bedingt ausgeschieden, ebenso zwei kooptierte Vorstände.
„Schülervertretung in Gießen ist fest mit Luca Manns verbunden“ beschreibt Stadtschulsprecher Johannes Bock, was wohl viele Stadtpolitiker mit Zustimmung quittieren werden. Der 18-Jährige, der vergangenen Monat sein Abitur an der Liebigschule ablegte, organisierte den Stadtschülerrat in den vergangenen Jahren grundlegend neu. So organisierte er auf Landes- wie Stadtebene die Sanierung der Büroräume entscheidend mit, verschaffte dem Stadtschülerrat ein eigenes Budget im Rathaus, schuf mit dem Planspiel Parlament ein auf Kommunalebene einzigartiges Partizipationsangebot für Schulklassen und -kurse zum Schnuppern von Parlamentsluft und professionalisierte auch die interne Organisation weiter. Etliche Großveranstaltungen, darunter Podiumsdebatten im Rathaus-eignen Konzertsaal oder gar dem Großen Saal der Kongresshalle, organisierte er und wickelte sie erfolgreich ab. Zuletzt bezog er während des Busstreiks auch mehrmals öffentlich Stellung, nachdem er in den vergangenen Jahren durch überaus starke Medienpräsenz den SSR in eine breite Öffentlichkeit brachte.

Als Mitglied des örtlichen Nahverkehrsbeirates konnte er sich zudem auf seine Erfahrungen stützen, die er als Landeschülervertreter beratend beim Rhein-Main-Verkehrsverbund wahrgenommen hatte. Zudem war Manns als Koordinator der Landesschülervertretung im Bildungsgipfel der Landesregierung aktiv, vertrat diese in mehreren Kommissionen und Ausschüssen des Landtags und und trug zur Einführung des hessenweiten Schülertickets bei. Die Novellierung des hessischen Schulgesetzes gestaltete Manns aktiv mit, indem er für die Landesschülervertretung über 40 Änderungen mit der Schwarz-Grünen Koalition erfolgreich verhandelte. Nachdem er sich aus der Landesschülervertretung im Hinblick auf die anstehende Abiturzeit zurückgezogen hatte, wurde Manns auch wieder stärker in der Liebigschule aktiv, an der er als Vorstand und Stadtschülerrats-Delegierter begonnen hatte. Unter anderem organisierte er die erste vollständige Schülerbefragung der SV mit allen über eintausend Schülern. Zuletzt sorgte Manns mit seiner juristischen Expertise dafür, dass eine Verschärfung der Handyregelung an der „Lio“ über den von der SV-Seite aus unterbreiteten Kompromissvorschlag hinaus von der Schülervertretung rechtlich abgewehrt werden konnte.

Nach seinem Ausscheiden wird Manns, der wie er sagt „den SSR mit Johannes Bock als Stadtschulsprecher und dem großen, engagierten Team bestens aufgestellt“ sieht, nun in die Landeshauptstadt ziehen, um an der Law School der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, die im aktuellen CHE-Hochschulraking Deutschlands zweitplatzierter juristischer Standort ist, Rechtswissenschaften zu studieren. Daneben wird Manns daran arbeiten, ein vom ihm im Landtag gegründetes und in der Pilotphase stehendes Besucherprogramm speziell für Schülervertreter weiter zu etablieren

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Ebenfalls Abschluss-bedingt ausgeschieden sind die kooptierten Mitglieder des erweiterten Vorstandes Lea Keßler (ehem. Liebigschule) und Lea Zimmermann (ehem. Max-Weber-Schule). Keßler hatte den Stadtschülerrat stets tatkräftig bei der Durchführung von politischen Veranstaltungen unterstützt, etwa vielen Planspielen Parlament und Podiumsveranstaltungen. Zimmermann konzentrierte sich auf das Marketing und konnte so unter anderem einen Stand des SSR auf einer Bildungsmesse ermöglichen. Beide waren zudem als Mitglieder der Basisrepräsentanz Ansprechpartner für bestimmte Schul-SV Teams.
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„Gießens SchülerInnen leben Europa! – Erfolgreiche Europadebatte des Stadtschülerrates in Großem Saal der Kongresshalle

„Sie alle sind Europa“ machte Stadtschulsprecher Johannes Bock schon zu Beginn der Europadebatte des Gießener Stadtschülerrates (SSR) klar, die im Rahmen der Europawoche erstmals durchgeführt wurde.
Nachdem Organisator und Vize-Sprecher Luca Manns am Donnerstag Morgen gegen 9.00 Uhr weit über 200 Schülerinnen und Schüler im Großen Saal der Kongresshalle begrüßen durfte, wiesen in Grußworten Bock und Stadträtin Eibelshäuser als Schirmherrin der Veranstaltung auf die Wichtigkeit europäischer Gemeinschaft und deren Zukunft hin. Eibelshäuser rief zudem die Jugendlichen auf, sich aktiv zu engagieren und für Europa einzusetzen; so könne und solle man „beispielsweise auch Mal für statt immer nur gegen etwas auf die Straße gehen, nämlich im konkreten Fall für Europa“.

Damit bezog sich die Schuldezernentin auf die Bewegung Pulse of Europe, die allwöchentlich zigtausende Menschen für Europa auf Marktplätze in der ganzen Union bringt, um zu zeigen, dass auch in Zeiten herausfordernder Ereignisse wie dem Brexit oder fortschreitendem Populismus ein Engagement möglich und nötig ist. Mit dem Gießener Organisator, Tevin Pettis, kam Moderator Manns daraufhin in ein Podiumsgespräch, an dem auch der Martin Schulz-Nachfolger als SPD-Parteibeauftragter für Europa, Frankfurts EU-Parlamentarier Dr. Udo Bullmann teilnahm. Im Verlauf zeigte sich, dass beide aus ganz unterschiedlichen, persönlichen Perspektiven heraus an eine Zukunft Europas glauben, wenn – wie Bullmann sagte – „die jungen Menschen hier im Saal dafür einstehen“. Pettis erläuterte diesbezüglich nicht nur die Motivation der Vereins Pulse of Europe, nämlich konstruktiv-kritisch das Fortentwickeln der EU zu betrachten anstatt Dauerkritik zu üben, sondern führte auch aus, wie er selbst als Student erlebt habe, dass das Einbringen für Europa entscheidend sei. Europapolitiker Bullmann nahm daraufhin nicht nur Stellung zu Fehlern und Krisen der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten, sondern erläuterte auch beispielhaft, wieso das Image der Europäischen Union vielerorts leide: „Wenn Regierungschefs immer bei Regelungen mit Nachteil für ihren Staat sagen, Brüssel habe es quasi auferlegt, bei allen positiven Errungenschaften die Nationalstaatler dies aber angeblich den Europäischen Institutionen erst abringen mussten, ist klar, dass das Bild in Schieflage gerät“. Bullmann, der unter anderem auch ausführte, welch verheerende Auswirkungen aus seiner Sicht das etwa durch die Sparpolitik des Bundesfinanzministeriums entstandene Bild Deutschlands als bremsende und regulierende „leeding power“ in Europa habe. Beide Teilnehmer des ruhigen Podiumsgesprächs zeigten sich jedoch überzeugt, dass Europa trotz allem und Deutschland in dessen Rahmen Zukunft habe und weiterhin bestehen könne und werde.

Darauf war zuvor in seiner Hauptrede bereits der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Prof. Dr. Helge Braun, eingegangen. Seine anekdotenreiche Rede begann Braun damit zu berichten, dass er – vor vielen Jahren frisch in den Bundestag gewählt – eines Abends mit anderen Jungparlamentariern zusammengesessen habe, als Altbundeskanzler Helmut Kohl auf die Gruppe zugegangen sei und gesagt habe, diese seien „jetzt an der Reihe“ und könnten „mit Deutschland alles machen“, jedoch sollten sie um jeden Preis Europas Einigkeit wahren, weil nichts wertvoller sei als der Frieden zwischen den jahrhundertelangen Feinden. Beeindruckt von diesen Worten habe der heutige Vize-Chef des Kanzleramtes zwar viel darüber nachgedacht, bald sei es jedoch in den Hintergrund gerückt und von vielen Konflikten überlagert worden. So schilderte Braun nicht nur wie später auch Bullmann das unfaire Spiel mancher Akteure, negative Entscheidungen zunehmend auf Brüssel abzuwälzen oder sich über vermeintlich kuriose Verordnungen der Kommission ohne Kenntnis deren wirklichen Hintergrundes zu empören, sondern sprach auch mit Blick auf seine Rolle als Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung sehr ernsthaft über den Versuch europäischer Flüchtlingsverteilung im vergangenen Krisenjahr. Dabei ermahnte er jedoch auch, dass nicht jedes Land wie Deutschland stark und mit eintretendem Fachkräftemangel, sondern, wie etwa Spanien, mit einer hohen, in diesem Falle vierzig prozentigen, Jugendarbeitslosigkeit darstehe. Braun schloss daher mit der Erkenntnis, dass Europa oft mühsam und kompliziert, jedoch keineswegs obsolet oder gar schädlich sei. Vielmehr sichere es seit mehr als 70 Jahren einen Frieden, den etwa die geopolitisch nicht weit entfernte Ukraine keineswegs mehr genießen könne. Die Zukunft Europas zu gestalten, sei nun Aufgabe auch der anwesenden Jugendlichen.

Anschließend traten die Schülerinnen und Schüler verschiedener Gießener Schulen selbst in die Diskussion ein: An 24 Gruppentischen standen je ein Moderator oder eine Moderatorin des SSR bereit, um zu acht verschiedenen Fragestellungen, die die Schülervertreter vorab als spannende oder drängende Themen ausgewählt hatten, nach einer kurzen Einführung Diskussionen zu ermöglichen. Unter anderem ging es die deutsche Führungsrolle und deren Berechtigung in Europa, die wirtschaftliche Schieflage zwischen den Unions-Mitgliedsstaaten, jene geschilderte und schwierige Flüchtlingsbewältigung innerhalb der EU, aber auch um konkrete Punkte wie die Einführung eines free-Interrail-Tickets, das lange für alle 18-jährigen Unionsbürger im Gespräch war, oder die Frage, ob man sich als Deutscher bzw. Deutsche oder eher schon als Europäer/in fühle.

Nachdem rund zwei Stunden später alle Teilnehmenden auch zu jedem Themenkomplex diskutieren konnten, endete die Veranstaltung mit einer Feedbackrunde, in der neben einigen Wünschen für eventuelle Wiederholungen vor allem Lob und Anerkennung für die wichtige Arbeit des Stadtschülerrates ausgedrückt wurden. Und so war es schlussendlich Stadtschulsprecher Bock auch ein Anliegen, allen Moderatorinnen und Moderatoren für die Tischgesprächsleitungen, der Schuldezernentin und ihrem Büro für die Buchung und Planung der Räumlichkeiten und des Veranstaltungsablaufes sowie weiteren Abteilungen der Stadtverwaltung etwa wie dem Hausmeiterkräfte stellenden Hauptamt oder der Mobiliar entleihenden Stadtbibliothek, vor allem aber auch dem Moderator und Organisator Luca Manns für „die viele, viele Arbeit“ zu danken. Manns sagte anschließend, dass spätestens als ihm von einem Gespräch zweier junger Teilnehmerinnen berichtet worden sei, die sich gegenseitig erklärten, im Rahmen der Veranstaltung mehr zu Europa als im gesamten Verlauf der Schulbildung gelernt zu haben, sich die Planung und Durchführung mehr als gelohnt habe.

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Am Donnerstag, den 11. Mai 2017

Gepostet von Stadtschülerrat Gießen am Donnerstag, 11. Mai 2017

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„Grundsätzlich unbenutzbar!“

Verdreckt und ekelhaft: Beim Thema Schultoiletten gibt es selten zwei Meinungen. Neben einem Gießener Mediziner und Vertreter nder Stadt äußert sich auch der Stadtschülerrat sich zum Thema.
Die Wände sind verschmiert, die Bodenfliesen versifft. In der Ecke liegen leere Papierrollen herum und Reste vom Pausenbrot. Es stinkt und es ist kalt. Häufig sind auch Waschbecken oder Sitzbrillen beschädigt, oft fehlen Papier und Seife. Schultoiletten sind keine Wohlfühloasen. Das weiß jeder. Es ist kein Wunder, dass viele Schüler die stillen Örtchen meiden, wenn sie können. Der Stadtschülerrat hat den Zustand der sanitären Anlagen an Gießener Schulen vor Kurzem unter die Lupe genommen und Beispiele genannt, wo Sanierungs- oder zumindest erhöhter Reinigungsbedarf besteht. „Die meisten Toiletten sind nach 11 Uhr nicht mehr nutzbar“, erklärt Luca Manns. Der stellvertretende Stadtschulsprecher sagt das ohne Vorwurf in der Stimme. „Wenn 100 junge Leute eine Toilette nutzen müssen, kann man nichts anderes erwarten.“ Zum Zustand der Schultoiletten haben Gießener Schulsprecher am Ende des ersten Halbjahrs ein Gespräch mit Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser geführt. Ihr Fazit: „Die Stadt tut, was sie kann.“ Aber das reicht nicht!

Mit einer Reinigung täglich sei es oft nicht getan, sagt Manns, der selbst die Liebigschule besucht. Zwar hätten Schüler längst nicht den Anspruch, den beispielsweise Mitarbeiter einer Verwaltung hätten. Dennoch lasse der Zustand vieler sanitärer Anlagen nur einen Schluss zu: grundsätzlich unbenutzbar.

Die Schulen bekommen das Problem seit vielen Jahren kaum in den Griff. Gegenmaßnahmen laufen ins Leere. An manchen Schulen müssten Jugendliche den Toilettenschlüssel im Sekretariat holen, nennt Manns Beispiele, wie man versucht, wenigstens etwas Kontrolle über die Situation zu erlangen. Für den Zustand der Toiletten seien in erster Linie die Schüler selbst verantwortlich. „Da gibt es Zerstörungen, Schmierereien, Sprüche und schmutzige Hinterlassenschaften.“

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Dies ist nur ein Ausschnitt aus dem umfangreichen Text. Die Fortsetzung und
den gesamten Artikel finden Sie auch auf der Website der Gießener Allgemeinen:
https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/art71,250926
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„Gießener Stadtschülerrat lädt am 11. Mai zu seiner ersten Europadebatte ein“

„Gießener Stadtschülerrat lädt am 11. Mai zu seiner ersten Europadebatte ein“

Der Gießener Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom Montag, den 24. April über die Europadebatte. Infos dazu: http://europadebatte.ssr-giessen.de
GIESSEN – (lhau). Ganz im Zeichen der Gemeinschaft steht die erste Europadebatte des Gießener Stadtschülerrates. Unter dem Slogan „Truly United“ findet sie am 11. Mai in der Kongresshalle statt. „Unsere Generation sieht sich selbstverständlich als Europäer“, betont Luca Manns als einer der Organisatoren. Trotz oder gerade wegen dieser Selbstverständlichkeit sind für ihn und seine Mitstreiter Johannes Bock und Linda Braun gemeinsame Gespräche grundlegend für Europa.

„Die Europadebatte soll eine Plattform sein, auf der sich Gießener Schülerinnen und Schüler austauschen können“, erklärt Linda Braun. Für sie ist klar, dass Themen wie der Umgang Europas mit Flüchtlingen und der Zusammenhalt der Europäer dadurch greifbarer gemacht werden. „Wir rechnen mit knapp 300 Teilnehmern und haben schon jetzt etwa 100 Anmeldungen“, sagt Johannes Bock und hebt hervor, dass sich alle teilnehmenden Schüler an der Auseinandersetzung beteiligen können. Mit einem Rotationssystem, bei dem die Teilnehmer von Tisch zu Tisch wechseln, können sie ihre verschiedenen Standpunkte immer wieder untereinander diskutieren. Den Bundestagsabgeordneten und Staatsminister Prof. Helge Braun konnte der Stadtschülerrat mit seiner Idee begeistern und als Redner gewinnen.

Eine Podiumsdiskussion zwischen Vertretern des Europäischen Parlaments und der Bürgerinitiative „Pulse of Europe“ gibt zusätzliche Eindrücke. Die Schirmherrschaft hat Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser inne. Noch bis zum 8. Mai können sich interessierte Schulklassen ab der achten Jahrgangsstufe für die Veranstaltung anmelden.

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Den Artikel finden Sie auch auf der Website des Gießener Anzeigers:
http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/giessener-stadtschuelerrat-laedt-am-11-mai-zu-seiner-ersten-europadebatte-ein_17840416.htm
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Große Europadebatte des SSR am 11. Mai

Herzliche Einladung zur Sonderveranstaltung des Stadtschülerrates unter Schirmherrschaft der Schuldezernentin am 11. Mai 2017 ab 9.00 Uhr (Eintreffen um 8.45 Uhr) in der Gießener Kongresshalle.
Anmeldung erforderlich.

„TRULY UNITED? – EUROPAS JUGEND ZWISCHEN ZUSAMMENWACHSEN UND ERSTARKENDEM NATIONALISMUS“

Seit Jahren steht „Europa“ zunehmend in der Kritik; zu fern seien die Entscheider, zu undurchsichtig die Verantwortungen, gar das Konstrukt „EU“ in Gänze falsch initiiert. Tagtäglich erleben wir Europa medial vor allem in Negativschlagzeilen, sei es bei Flüchtlingen, Eurorettung, Griechenland, dem Brexit oder abschottenden Mitgliedern im Osten. Während viele glauben, es mangele an wirksamen europäischen Visionen, wirken die Gremien der Europäischen Union nahezu hilflos.

Dem Entgegen steht das Gefühl vieler junger Menschen, die eine prae-europäische Ordnung weder kennen noch wollen, sondern für die eine ehemals große Vision heute schlichtweg Alltag ist: Die europäische Vereinigung. Doch zugleich wollen und müssen wir uns fragen, ob wir als nachfolgende Generation auch bereit sind, für eine europäische Gemeinschaft zu streiten und sie politisch zu sichern. Gleichsam stellt sich die Frage, ob und wie bestehende Strukturen der Europäischen Union verbesserungsfähig sind.

Darüber wollen wir als Gießener Schülerschaft diskutieren und laden dazu interessierte Klassen und Kurse sowie Einzelteilnehmer/innen in den großen Saal der Kongresshalle ein, um zunächst europäische Realität anhand zweier Vorträge zu erfahren. So freuen wir uns, zunächst den Vizechef des Bundeskanzleramtes, Herrn Staatsminister bei der Bundeskanzlerin Prof. Dr. Helge Braun, MdB begrüßen zu dürfen. Wie unser Redner als „Merkels Flüchtlingskrisenterminator“ (DIE ZEIT) die europäische Zusammenarbeit erlebt hat, wird uns Prof. Braun vortragen, sowie auch die Visionen der Kanzlerin für ein Europa der Zukunft näherbringen. Einen Perspektivwechsel gehen wir anschließend mit einer Podiumsrunde ein, in der nicht nur Pulse of Europa über die Bewegung und ihre Ziele sprechen wird, sondern auch der einflussreiche Europaabgeordnete Udo Bullmann, Vizechef der S&D-Fraktion (Sozialdemokratien) im Europäischen Parlament und Nachfolger von Martin Schulz also Parteibeauftragter der SPD für Europa, spannende Einblicke in Brüsseler Abläufe geben wird.

Darauf folgt die rotierende Diskussion an moderierten Gruppentischen zu speziellen Fragestellungen der Europapolitik (unten stehend). Final werden diese Ergebnisse in Ausschnitten vorgestellt.

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FÜR DIE TEILNAHME IST EINE KOSTENFREIE ANMELDUNG ERFORDERLICH:
http://anmeldung.europadebatte.ssr-giessen.de
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ABLAUFPLAN:

– Eröffnung und Einführung durch die Moderation
– Grußwort des Stadtschülerrates
– Grußwort der Schuldezernentin
– Rede Herrn Staatsminister bei der Bundeskanzlerin
– Podiumsdebatte mit Vertretern des Europäisches Parlaments und von „Pulse of Europe“
– Erläuterung Debattenprinzip durch die Moderation
– Rotierende Gruppendiskussionen aller Teilnehmer zu europäischer Zukunft
– Kaffeepause
– Fortsetzung der Debattenrunden
– Ergebnisvorstellung durch die einzelnen Tischmoderatoren
– Abschluss

THEMEN DER GRUPPENTISCHE:

– Halten wir die EU zusammen? Zwischen Führung und Regentschaft
– Deutscher oder Europäer? Wie integriert wir sind?
– Europas Wirtschaft: Gewinner treffen auf Verlierer?
– Nationalismus VS Integration – Müssen wir Europa verteidigen?
– Endstation Lambedusa? Europas Umgang mit Flüchtlingen
– Regulierungswut Brüssels? Europäische Institution und ihre Normen
– #freeInterrail – wie der Funke wieder überspringen kann
– Die neuen Verteidiger der liberalen Welt? – Europas Außenpolitik

ORGANISATIONSBÜRO:

Stadtschülerrat Gießen
Planungsstab Europadebatte
Georg-Schlosser-Str. 16
Telefon: 0641 306 -3167
Telefax: 0641 306 -3168
E-Mail direkt: europadebatte@ssr-giessen.de